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Verfahren um den Qualitätsindex zu bestimmen

specAmotor prüft mit folgendem Verfahren die Daten öffentlich zugänglicher Informationen, wie z.B. Produktkatalogen und dergleichen, in Sachen Richtigkeit und Konsistenz und gibt an ob Daten doppelsinnig oder unvollständig sind. Das Verfahren kann mit allen PM DC, bürstenlosen und AC Synchronmotoren umgehen [siehe Ausführung der Motoren].

Das Verfahren funktioniert wie folgt:
  1. Wenn wesentliche Daten fehlen wird der Motor nicht in der Datenbank aufgenommen. Es muß u.A. mindestens festgestellt werden können wie heiß ein Motor wird, wie die Wärmeentwicklung ist und was die elektrischen Ströme und Spannungen sind.

  2. Wenn Daten fehlen wird geschaut ob die Daten indirekt aus anderen Größen abgeleitet werden können.

    Beispiel: Ist die Motorkonstante unbekannt, aber sind wohl das Drehmoment und der Strom bei einer gleichen Situation (und Umgebungstemperatur) bekannt, so kann daraus die Motorkonstante bestimmt werden.

  3. Wenn Daten fehlen und die Daten können nicht indirekt bestimmt werden, so wird geschaut ob ein Ersatzwert angewandt werden kann.

    Beispiel: Der maximal erlaubte Temperaturanstieg der Wicklungen wird auf 100 oC eingestellt, wenn dies nicht von den Herstellerdaten abgeleitet werden kann und wenn die Isolationsklasse nach Norm IEC 60034-1 nicht angegeben wird (aus dieser Norm könnte nämlich der erlaubte Temperaturanstieg indirekt bestimmt werden, wie bei dem vorigen Schritt erklärt).

  4. Wenn redundante Information verfügbar ist, so wird berechnet ob diese Information eindeutig ist. Wenn nicht, so wird dies gemeldet. Es wird z.B. viel Information aus der Drehmoment-Geschwindigkeitscharakteristik entnommen.

    Beispiel: Die Steilheit des Motors wird in der Drehmoment-Geschwindigkeitscharakteristik gezeigt und diese kann ebenfalls aus der Motorkonstante und dem Wicklungswiderstand berechnet werden. Stimmen die Werte nicht überein wird dies gemeldet.

  5. Es wird untersucht ob die thermischen Daten dermaßen detailliert sind, dass die Wicklungs- und Gehäusetemperatur einzeln festgestellt werden können (anstelle einer generischen Temperatur des Motors, DIE Temperatur des Motors gibt es schließlich nicht. Die Heißpunkte werden irgendwo zwischen den Wicklungen liegen und das Gehäuse des Motors hat eine niedrigere Temperatur). Wenn dies so ist, so wird ein gedaillierteres Wärmemodell benutzt.

  6. Es wird darauf hingewiesen was die Konsequenz fehlender, unvollständiger oder doppelsinniger Daten ist.

    Beispiel: Wenn Cth,total nicht bekannt ist, wird angegeben dass dies bedeutet, dass der Zeitpunkt, wann thermische Stabilität auftritt, nicht berechnet werden kann.

  7. Ein Qualitätsindex wird festgestellt um allgemein einen Eindruck der Qualität der Daten zu geben. Dieser Qualitätsindex wird in der Motorklassifizierung gezeigt.

Zum Qualitätsindex.